Interessenten, die weitere Informationen
über die folgenden Punkte brauchen, können
diese via E-Mail über TKHC anfordern:
admin@demiriz.org

LACKRECYCLING                                    aniysr001z-use.gif (3042 bytes)

 Im heutigen Umweltdenken hat sich die folgende Zielhierarchie etabliert:

1) Vermeiden, 2) Verwerten, 3.) Entsorgen

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Nachstehend werden Methoden, Verfahren und Materialen zusammengefasst, die das Erreichen dieser Ziele ermöglichen.

Es sei vorausgeschickt, dass die aufgeführten Informationen nicht nur dem Umweltschutz dienen, sondern auch Einsparungen im Materialkosten mit sich bringen.

Interessant ist es, dass die folgenden Verfahren nur für wasserlösliche und/oder wasserverdünnbare, lösungsmittelfreie Lacke geeignet sind.

 

1.    DIREKT-RECYCLING VOM WASSERLACK AUS SPRITZKABINENWASSER:

Hierbei handelt es sich um ein - an und für sich - altbekanntes Verfahren: die Ultrafiltration. Die Methode ist seit Anfängen der Elektrotauchlackierung Stand der Technik. Das Kernstück des Verfahrens bildet eine halbdurchlässige Membrane. Diese Trennwand wird vom wässrigen Badmaterial durchströmt. Dabei gehen aus der Lösung kleine Moleküle durch, während die Grossen diese nicht passieren können. So findet eine Trennung der kleinen und grossen Moleküle statt. Da die Wassermoleküle klein sind, gehen diese durch die Membrane und verlassen das System als das sogenannte Permeat (Schema 1). Das in der Elektrotauchlackierung für die Entfernung von Wasser und die darin gelösten, die Leitfähigkeit zu stark erhöhenden Salze und Reaktionsprodukte angewandte Verfahren wurde sozusagen wieder erfunden, um die Abwässer der Lackspritzkabinen zu behandeln.

Der beim Spritzlackieren entstehende Overspray wird mit Hilfe eines Wasservorhanges aufgefangen (Schema 2). Mit der Zeit erhöht sich die Lackkonzentration im Spritzkabinenwasser und wir haben schlussendlich einen stark verdünnten Lack vorliegen. Dieses Gemisch wird batchweise und im Kreislauf durch eine Ultrafiltrationsanlage (Schema 3) durchgepumpt. Dabei wird dem verdünnten Lack solange Wasser entzogen, bis die anfängliche Lackkonzentration und Spritzviskosität wieder erreicht sind. Das Permeat wird der Spritzkabine zurückgeführt. Der aufkonzentrierte Lack kann wiederverwendet werden (Schema 4). Für dieses Verfahren sind wässrige Einbrennlacke (für Innen- und Aussenanwendungen; Alkyd-Melaminharze) am besten geeignet.

Für Lackzusammensetzungen, Auslegung der Anlage und Details der Komponenten der Anlage nehmen Sie bitte mit mir Kontakt auf.

Wenn in der gleichen Lackkabine verschiedene Farbtöne gespritzt werden, weist der reziklierte Lack ein Mischfarbton auf. Dieser Lack kann auf die Rückseite der Teile oder auf nicht sichtbare Bereiche appliziert werden. Werden mehrere Farbtöne in grossen Mengen eingesetzt, lohnt sich das Aufstellen mehrerer Einheiten (pro Farbton ein Aufbereitungstank). Die Aufkonzentrate können für ihren Originaleinsatz verwendet werden. Dazu braucht es nicht mehr als eine Aufkonzentrierungsanlage.

 

II. RECYCLING-WASSERLACK AUS SPRITZKABINENSCHLAMM:

Nicht alle Wasserlacke, vor allem lufttrocknende, lassen sich direkt reziklieren. Bei diesen Lacken wird das mit Lack angereicherte Wasser mit einem geeigneten Mittel ausgefällt. Aus dem so entstandenen Schlamm wird in einer speziellen Vorrichtung das Wasser herausgepresst. Der so erhaltene Lackkuchen wird beim Herstellen des Originallackes anstelle des Füllmittels eingesetzt.

Wichtige Hinweise:

Vermerke:

Dieses Verfahren wird meist für lufttrocknendes, wasserverdünnbares Primer eingesetzt.

Eine andere Möglichkeit ist es, den Lackkuchen in Wasser-Schallschlucklacken als Füllmittel einzusetzen.

 

III.    DIVERSES:

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